Wie HAWLE Tschechien in 4 Monaten mit allen EDI- und Partneranbindungen auf das zentrale SAP der Gruppe umgestiegen ist
Über HAWLE
Die E. Hawle Armaturenwerke GmbH mit Sitz in Vöcklabruck zählt zu den führenden Herstellern von Schwerarmaturen für Trinkwasser- und Abwassersysteme. Zur Gruppe gehören 16 Tochtergesellschaften, unter anderem in Deutschland, Tschechien, Polen, der Slowakei, Italien, der Türkei und Indien.
Die tschechische Tochter HAWLE ARMATURY spol. s r.o. hat ihren Sitz in Jesenice bei Prag und ist ein wichtiges Mitglied der Gruppe.
MELTIQ betreut HAWLE Österreich seit Jahren und löst aktuell den zentralen BizTalk Server durch die MELTIQ Foundation ab. Rund um den Start dieses Projekts kam ein zweites hinzu, das zeitlich Vorrang bekam: die ERP-Umstellung von HAWLE Tschechien.
Was passiert, wenn eine Tochtergesellschaft ins zentrale SAP der Gruppe wechselt
HAWLE führt die ERP-Systeme seiner Ländergesellschaften im zentralen SAP der Gruppe zusammen. In Tschechien lief bis dahin Microsoft Navision. Mit dem Umstieg fiel auch alles weg, was an Navision hing: die EDI-Anbindungen zu den Kunden und die direkten Schnittstellen, über die Partner mit dem ERP-System kommunizierten.
Der Go-live-Termin für SAP stand bereits fest. Ab diesem Tag musste jede Bestellung, jeder Lieferschein und jede Rechnung über das neue System laufen.
Die Ausgangslage war typisch für über Jahre gewachsene Systeme: Viele Prozesse liefen seit Jahren, das Wissen darüber war aber kaum noch greifbar. Wie genau sie funktionierten, musste erst Schritt für Schritt herausgefunden werden und im Projektverlauf kamen weitere Anforderungen dazu.
„Mit dem SAP-Go-live war klar: An diesem Tag müssen alle Anbindungen in Tschechien laufen. Verschieben war keine Option.“Martin Häuserer IT System-Integration & Engineering, HAWLE
Wie alle Anbindungen in 4 Monaten komplett neu entstanden sind
Zuerst hat MELTIQ analysiert, welche Schnittstellen und Prozesse es auf dem tschechischen System gab. Dafür stimmte sich das Team mit mehreren Dienstleistern in Tschechien und mit HAWLE Österreich ab.
Dass der Termin hielt, lag auch an der MELTIQ Foundation. Die Prozesse waren zwar neu, mussten aber nicht von Grund auf programmiert werden: Logging, Monitoring, Fehlerbehandlung und Konnektivität zu SAP und EDI-Partnern sind in der Foundation bereits enthalten. Für die Qualitätssicherung hat die Foundation außerdem ein Test-Tool, das die Ergebnisse von altem und neuem System automatisch miteinander vergleicht.
Aufs Bild klicken: vollständige Architektur der Foundation mit allen Bausteinen und Azure-Diensten.
Mehr zur MELTIQ FoundationDer Go-live-Termin stand fest und wurde gehalten
Die Abstimmung mit mehreren Dienstleistern und Anforderungen, die erst im Projektverlauf dazukamen, erschwerte die Umsetzung des Projekts. Trotzdem gingen alle Schnittstellen pünktlich zum SAP-Go-live am 1.6.2026 produktiv.
- Schnittstellen und Prozesse im tschechischen System analysiert
- Abgestimmt mit Dienstleistern in Tschechien und HAWLE Österreich
- Prozesse auf der MELTIQ Foundation neu aufgebaut
- Ergebnisse von altem und neuem System automatisch verglichen
- SAP-Go-liveAlle Schnittstellen pünktlich produktiv
Auch in stressigen und herausfordernden Projektphasen war das MELTIQ-Team durchgehend professionell. Das erlebe ich nicht bei jedem Dienstleister.“
Alles aus einer Hand, vom bestehenden BizTalk Server bis zur neuen Plattform auf Azure
HAWLE wird von MELTIQ im Managed Service betreut. Seit Beginn der BizTalk-Ablöse betreibt MELTIQ den bestehenden BizTalk Server mit, bis er vollständig ersetzt ist. HAWLE hat damit einen Ansprechpartner für die alte und die neue Integrationswelt und muss den Übergang nicht selbst organisieren.
Eine Gruppe, ein SAP und ein Blick auf alle Schnittstellen
HAWLE Tschechien arbeitet jetzt im zentralen SAP der Gruppe. Zum ersten Mal sind die ERP-Prozesse der tschechischen Tochter mit der Zentrale verbunden.
Über ein zentrales Azure Workbook sieht HAWLE, welche Transaktionen und Schnittstellen wann laufen und welche Kunden in Tschechien angebunden sind.
Die BizTalk-Ablöse, ohne dass Partner etwas merken
Tschechien war der erste, dringendere Teil. Parallel löst MELTIQ den zentralen BizTalk Server von HAWLE durch die MELTIQ Foundation ab. Die Vorgabe dafür ist klar: Die Handelspartner von HAWLE sollen von der Umstellung nichts merken und HAWLE selbst soll so wenig Aufwand wie möglich damit haben. Dafür laufen das alte und das neue System eine Zeit lang parallel. Das Test-Tool vergleicht die Ergebnisse automatisch und erst nach der Freigabe durch HAWLE geht ein Prozess produktiv.
Da alle Prozesse jetzt über die MELTIQ Foundation laufen, hat HAWLE auch die Grundlage für weitere Vorhaben, etwa für KI-gestützte Anwendungen auf Basis sauber integrierter Daten.
- Parallelbetriebaltes und neues System laufen eine Zeit lang nebeneinander
- Automatischer Vergleichdas Test-Tool prüft die Ergebnisse
- Freigabedurch HAWLE, Prozess für Prozess
- ProduktivHandelspartner merken nichts
Leistungen in diesem Projekt
MELTIQ Foundation
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